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ZÜRICH
Selbstverteidigungskurse an der Volksschule
von Roman Hodel
Kung-Fu im Sportunterricht: Was Privatschulen erfolgreich praktizieren, könnte im Kanton Zürich auch für die Volksschule zum Thema werden. Alain Schreiner, Jungfreisinnige. Richtig reagieren, wenn die Fäuste fliegen: Zürcher Schüler könnten dies dereinst im Sportunterricht lernen. In einer kantonsrätlichen Anfrage will die FDP vom Zürcher Regierungsrat wissen, was er von Selbstverteidigungskursen an der Volksschule hält. «Die Kurse wären ein wichtiger präventiver Schritt, damit es schon gar nicht zu Gewalt kommt», sagt Alain Schreiner von den Jungfreisinnigen, die die Idee hatten. Dank Kung-Fu etwa benähmen sich Schüler weniger laut und aggressiv. «Privatschulen im In- und Ausland machen damit gute Erfahrungen.»
Das bestätigt Kaspar Oettli, Leiter der privaten zweisprachigen Tagesschule Zimmerberg in Horgen: «Wir haben unsere Zweitklässler erstmals in Kung-Fu-Lektionen geschickt, seither sind sie konzentrierter und treten selbstbewusster auf.» Man überlege sich deshalb, diese Lektionen auch für andere Klassen anzubieten.
Martin Wendelspiess, Chef des kantonalen Volksschulamts, gibt zu bedenken: «Die flächendeckende Einführung von Selbstverteidigungskursen wäre ein grosser Brocken, denn die Sportlehrer müssten entsprechend ausgebildet werden.»
20 Minuten, 12.06.2009, S.3
 
Alain Schreiner, Jungfreisinnige. |