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Nachgefragt
Für die Jungen und die Eltern
Bettina Schweiger*, warum ist das Problem akut?
Wir hören von immer mehr Vorfällen mit Jugendgewalt – von und gegen Jugendliche. Auch wenn es meist Bagatellfälle sind, ist das nicht schön. Wir in der FDP und die Jungfreisinnigen stehen hinter den Jugendlichen und hinter ihren Eltern. Der Ausgang wird immer negativer behaftet, weil man nicht weiss, mit welchen Erlebnissen die Jungen heimkehren.
Die Freisinnigen aus dem Bezirk Meilen spielen eine besonders aktive Rolle bei der Petition: Gibt es dafür Gründe?
Die Eltern sollen keine Angst haben, wenn ihre Kinder in die Stadt in den Ausgang gehen. Sicherheit ist eine Kernaufgabe des Staats. Da sind die Antworten des Regierungsrats umso frustrierender. Meine Tochter sagt, da müsse man gar nicht erst die Polizei anrufen. Das bringe nichts. Das ist doch schlimm, wenn Jugendliche kein Vertrauen mehr in die Polizei haben.
Sind Sie selbst schon einmal von Jugendgewalt betroffen gewesen?
Meine Kinder sind Gott sei Dank noch nicht betroffen worden. Aber schon im Freundeskreis erfahre ich von schlimmen Vorfällen. Eine Flasche aus dem Nichts über den Kopf … Wir Älteren können das gar nicht nachvollziehen.
Was erwarten Sie von der Petition?
Mehr Aufmerksamkeit der Politik für das Problem. Dort sitzen die Verantwortlichen.
Haben Sie schon den nächsten Pfeil im Demokratie-Köcher zur Durchsetzung Ihrer Forderungen?
Ja, eine öffentliche Veranstaltung über das Strafmass – mit Betroffenen, Richtern und Polizisten: Es wird zu wenig hart bestraft. Die Veranstaltung wollen wir noch vor dem Sommer durchführen. (di)
* Bettina Schweiger ist Präsidentin der FDP Bezirk Meilen und lebt mit ihrer Familie in Herrliberg.
Zürichsee Zeitung, 28.4.2009, S.2 |