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Vom 5 Liter Auto zum 5 Liter Haus! |
Vom 5 Liter Auto zum 5 Liter Haus!
Ueber Klimaschutz ist schon sehr viel geschrieben und diskutiert worden, jetzt ist Handeln angesagt. Kaufen Sie ein sparsameres Fahrzeug und stülpen Sie ihrem Haus einen Pullover aus dicker Wärmedämmung über.
Diese Haltung vertraten alle Referenten, Aussteller und die 160 Gäste am öffentlichen Informationsabend zur Gebäudesanierung in Zollikon, organisiert vom HEV und der FDP. Aussteller Ruedi Kessler aus der Geschäftsleitung von der Küsnachter Baufirma Spleiss versprühte Optimismus pur. Seine Abteilung für Aussenisolationen hat volle Auftragsbücher für alle 40 Mitarbeiter. Denn kluge Hausbesitzer investieren ihr Geld in die wärmetechnische Sanierung älterer Gebäude. Dies ist eine sichere Investition für die Zukunft mit einer garantierten Rendite. Die Zolliker Gemeindepräsidentin und FDP-Kantonsrätin Katharina Kull-Benz führte das Publikum souverän durch den Abend. Sie betonte, dass die Reduktion des CO2-Ausstosses ein hohes politisches Ziel sei und eine grosse Herausforderung an die Eigenverantwortung jedes Bürgers stelle.
Intelligente Häuser ohne Heizung
Gemäss der CO2-Kostenkurve von Dr. Marco Ziegler von McKinsey rentiert sich der Klimaschutz am meisten beim Transport. Kaufen Sie ein leichteres Auto mit Hybridmotor, besserer Aerodynamik und kleinerem Benzinverbrauch. In Zukunft verbrennt ein Auto statt 20 Liter weniger als 5 Liter Benzin pro 100 Kilometer. Dieses Verhältnis gilt ebenso für das Gebäude. Gebäude von 1970 verbrauchen pro Jahr 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche. Moderne Gebäude brauchen 5 Liter, Minergie-Gebäude 3 Liter und Minergie-P-Häuser für die Zukunft benötigen bald gar keine Heizenergie mehr. Roland Vogel von der Geschäftsleitung vom Architekturbüro SRT in Zürich zeigte diese Zahlen sehr anschaulich an konkreten Gebäudebeispielen auf. Er betonte auch die Wichtigkeit von einer guten Energie-Fachberater als Unterstützung für eine ökonomische und ökologische Gebäudesanierung (Beraterliste unter www.forumenergie.ch ). Nach der individuellen Abklärung: „Durch welche Gebäudeteile verliert mein Haus am meisten Energie“ folgt die auf jedes Haus angepasste Massnahmenplanung. Dabei gilt immer das Motto, zuerst die Wärmedämmlöcher stopfen, erst am Schluss die Heizung ersetzen. Denn auch mit der optimalen Heizleistung kann viel Geld gespart werden. Eine Erdsondenbohrung für ein 300 m2 grosses, 40-jähriges Haus kostet 55'000 Franken. Für das gleichgrosse Haus nach heutiger Wärmedämmqualität kostet die Erdsondenbohrung nur noch gut 10'000 Franken. Natürlich kommt dazu auch eine viel kleinere Wärmepumpe zum Einsatz, mit tieferen Unterhaltskosten.
Klimaschutz zahlt sich aus
Der Zolliker Finanzvorstand Martin Byland kennt die finanzielle Situation der Goldküste. Energetische Sanierungsmassnahmen am Gebäude sind direkt bei den Steuern abziehbar. In den höchsten Progressiosstufen bedeutet dies eine 30-prozentige Reduktion der Sanierungskosten. Bei vorgängiger Anmeldung der Gebäude-Sanierung beim Gebäudeprogramm der nationalen Stiftung Klimarappen werden Beiträge zurückerstattet im 10-Prozent Bereich der Sanierungskosten. Auch dazu schilderte Thomas Nordmann als Leiter des Gebäudeprogramms mehrere konkrete Beispiele. Das Gebäudeprogramm läuft Ende 2009 ab, hat aber noch 80 Millionen Franken Geldvorrat. Gesuche sind deshalb bis Ende Jahr willkommen. Weitere Beiträge können je nach Wohnort angefragt werden bei der Gemeinde, dem Kanton (AWEL, unter www.awel.ch ), beim Gaswerk oder bei der EKZ. Diesen Frühling offeriert der Kanton Zürich ein neues Anreizpaket, die Pressekonferenz dazu ist am 19.März. Der Zolliker FDP-Ortsparteipräsident Marc Raggenbass wünscht allen mehr Optimismus und Eigenverantwortung zum mutigen Anpacken der CO2-Probleme im eigenen Handlungskreis. Nach 21 Uhr strömten alle ins Foyer zum Ausstellungsbesuch und zum gemeinsamen Apéro. Einige testeten auch neugierig den neuen Elektro-Twingo, den das EKZ für Probefahrten auf dem Gemeindehausplatz bereitstellte. Für detailliertere Infos aus den Referentenvorträgen einfach auf www.fdpbezirkmeilen.ch klicken.
Folien zur Veranstaltung:




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