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Gegen Jugendgewalt auf Strassen (ZSZ, 18.3.2009, S.4)

Gewalt Nachtaktion der Freisinnigen aus dem Bezirk Meilen am Zürcher Bellevue

Gegen Jugendgewalt auf Strassen

In der Nacht auf Sonntag haben FDP und Jungfreisinnige am Bellevue mit Jugendlichen Massnahmen gegen Jugendgewalt diskutiert.

Den Freisinnigen, die sich seit dem vergangenen Jahr unter Federführung von Meilens FDP-Bezirkspräsidentin Bettina Schweiger und weitern Exponenten aus dem Bezirk Meilen intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzen, ist die aktive Einbindung der Jugendlichen, die sich Woche für Woche mit der zunehmenden Gewaltbereitschaft konfrontiert sehen, ein grosses Anliegen.

Mitte Dezember 2008 hat die FDP zusammen mit Eltern vor dem Zürcher Rathaus eine Mahnwache organisiert, um dem politischen Handlungsbedarf zur Bekämpfung von Jugendgewalt Nachdruck zu verleihen. Gleichzeitig wurden verschiedene Vorstösse eingereicht und eine Petition lanciert, die Ende April der Kantonsratspräsidentin übergeben wird und seit vergangener Woche auch auf dem Internet (www.fdp-zh.ch) unterzeichnet werden kann. Darin fordern die Freisinnigen unter anderem die Einrichtung einer interdisziplinären «Task-Force Strassenjugendgewalt», die konsequente Anwendung und Ausschöpfung des bestehenden rechtlichen Instrumentariums und eine Beschleunigung der Jugendstrafverfahren.

Jugendliche mobilisieren
Zur Mobilisierung der Jugendlichen haben die Jungfreisinnigen parallel zur Petition die Facebook-Gruppe «Stopp Jugendgewalt!» gegründet, die mittlerweile gegen 250 Mitglieder zählt. Alain Schreiner, Initiant der Facebook-Gruppe und Präsident der Jungfreisinnigen im Bezirk Meilen, erhofft sich, die Forderungen über dieses Internet-Instrument zusammen mit Jugendlichen diskutieren und dadurch Anregungen für neue Vorstösse aufnehmen zu können.

Anlässlich der Strassenaktion in der Nacht auf Sonntag haben die freisinnigen Exponenten aktiv den Kontakt mit den Jugendlichen gesucht. Im Gespräch mit den Jungen erhielten sie den Eindruck, dass die zunehmende Gewaltbereitschaft von den Jugendlichen als Problem wahrgenommen wird und viele schon selber Opfer oder zumindest Zeuge eines Gewaltdelikts geworden sind. Die Jugendlichen betonten, dass sowohl die Anzahl verübter Delikte von und an jungen Menschen wie auch deren Intensität in den vergangenen Jahren massiv zugenommen hätten. Viele von ihnen wünschen sich, dass unsere Gesetze künftig konsequenter durchgesetzt und Gewalttäter vermehrt zur Rechenschaft gezogen werden.

FDP und Jungfreisinnige werden sich gemäss eigenen Angaben auch in den kommenden Wochen und Monaten für Massnahmen gegen Jugendgewalt einsetzen. Nicht zuletzt möchten die Freisinnigen dem Wunsch vieler Jugendlicher nachkommen, ohne Angst vor gewalttätigen Übergriffen in den Ausganggehen und zusammen mit Freunden friedliche Wochenendabende verbringen zu können. (fdp)

Zürichsee Zeitung, 18.3.2009, S.4
 
Frohe junge Menschen an der Nachtbusstation am Bellevue. Sie verabscheuen die zunehmende Gewaltbereitschaft. (zvg)
 
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