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Grossandrang zum ökologischen Heizen

FDP Bezirk Meilen:
Energie-Veranstaltung

14. März 2007

Grossandrang zum ökologischen Heizen

Architekt und Energieberater Roland Vogel aus Zumikon begeisterte 220 Personen mit seinem Vortrag „Wärme im Haus – ökologisch und ökonomisch“ im vollen Gemeindesaal in Zollikon. Im Foyer präsentierten sechs private Firmen ihre Produkte und beantworteten fachgerecht alle Fragen.

Die FDP Zollikon organisierte zusammen mit dem Hauseigentümerverband (HEV) Küsnacht und Umgebung diesen informativen Abend. HEV-Vorstandsmitglied und FDP Kantonsrats-Fraktionspräsident Beat Walti freute sich in seiner Begrüssung, dass so viele umweltbewusste Bürger einen Beitrag gegen die drohende Klimaerwärmung leisten wollen. Dann erklärte Roland Vogel vom Architekturbüro SRT in Zürich das optimale Vorgehen bei einer Heizungssanierung und die verschiedenen Heizsysteme dazu. Eine anstehende Heizungssanierung muss frühzeitig geplant werden, am besten, wenn der alte Heizkessel 15 Jahre alt ist. Dann ist dessen Technik stark veraltet, der Wirkungsgrad deshalb sehr schlecht und die Luftreinhaltewerte ebenfalls.

Bisheriger Energieverbrauch
Der bisherige Energieverbrauch ist eine wichtige Sanierungsgrundlage. Ein Einfamilienhaus von 1970 braucht ca. 2700 Liter Oel pro Jahr. Ein gleich grosses, heute neu gebautes Einfamilienhaus ist viel besser isoliert und dank der neuen Heizungstechnik braucht es weniger als 1000 Liter Oel pro Jahr. Moderne, umweltfreundliche Minergie-Häuser brauchen sogar nur noch die Hälfte davon. Wichtig ist auch der Ersatz bestehender, stromfressender Elektrogeräte durch Neue der energiesparenden A-Klasse.

Dringend Haus besser isolieren
Vor einem neuen Heizkessel soll unbedingt die Gebäudehülle besser isoliert werden, wo immer dies mit sinnvollem Aufwand möglich ist. Denn diese Bauteile werden über eine lange Lebensdauer von ca. 50 Jahren abgeschrieben, deshalb lohnt sich diese Investition doppelt. Dies kann eine zusätzliche Wärmedämmung am Dach, an der Kellerdecke oder an der Fassade sein. Aber auch dichtere, dreifachverglaste Fenster oder dichtere Türen, ev. mit einem Windfang, tragen viel zu einem kleineren Energieverbrauch bei.

Haustechnik umweltfreundlicher planen
Dank einem kleineren Energieverbrauch kann jetzt auch eine kleiner dimensionierte Heizung gewählt werden. Und welches Heizsystem ist für mein Haus für die nächsten 20 Jahre das beste? Vom Umweltschutz her sollte mindestens die Wärme für das Warmwasser, vielleicht sogar für einen Teil der Heizung mit Sonnenkollektoren erzeugt werden. Damit werden 50% - 70% Energie für das Warmwasser eingespart und das während ca. 30 Jahren. Für die Raumheizung für grössere Gebäude empfiehlt sich eine automatische Holzheizung (Pellets und Schnitzel) mit Rauchgasreinigung. Bei gut isolierten Einfamilienhäusern werden heute hauptsächlich Wärmepumpen eingebaut, am sinnvollsten mit einer Erdsonde. Luftwärmepumpen haben im kalten Winter einen extrem schlechten Wirkungsgrad. Ist das Budget sehr eng, drängt sich eine Gasheizung oder eine Oelheizung auf, je mit einem kondensierenden Kessel. Dieser neue Kesseltyp erlaubt eine bessere Nutzung der Energie, denn damit sind die Abgastemperatur und die Verluste kleiner.

Notwendige Bewilligungen einholen
Für Änderungen an der Fassade und für Sonnenkollektoren braucht es meistens eine Baubewilligung von der Gemeinde. Gemeindepräsidentin Katharina Kull als aufmerksame Zuhörerin des Abends versprach, dass man Sonnenkollektoren mit grosser Freude bewilligen wolle, falls baurechtlich möglich. Auch Erdsonden und Gasanschluss brauchen eine Bewilligung und eine frühzeitige Bestellung. Dank der Unterstützung durch eine Fachperson wie Energieberater, Architekt oder/und Heizungsinstallateur kann so ein neues Heizsystem umfassend und in Ruhe geplant und vorbereitet werden. Liegen die nötigen Offerten und Bewilligungen vor, ist man vorbereitet und kann notfalls schnell und optimal handeln, wenn die alte Heizung plötzlich ihren Dienst aufgibt.

Angeregte Diskussionen bis Mitternacht
Claudia Eberle-Fröhlich, Inhaberin der Druckerei Fröhlich Info AG in Zollikon, und Hauptorganisatorin des Abends, konnte das motivierte Publikum nach der Fachdiskussion im grossen Saal noch zu einem Apéro im Foyer einladen, gespendet von der Weinkellerei Mövenpick AG. Dort wurde das Detailinformationsangebot an den einzelnen Produkteständen vom Grossteil der Besucher äusserst rege benutzt. Viele Prospekte waren nach Türschluss sogar ausgegangen. Dabei wirkten folgende umweltengagierte Firmen mit: Heizungsinstallateur Bollmann+Brem AG, Zollikon, EKZ Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, Gemeindewerke Zollikon/Küsnacht, Hoval Herzog AG, Feldmeilen, Rüegg Cheminée AG, Zumikon und SunTechnics Fabrisolar AG, Küsnacht. Auch der Hauseigentümerverband Küsnacht und Umgebung betreute mit seinen Vorstandsmitgliedern einen Informationsstand. Die Freisinnig Demokratische Partei Zollikon informierte an ihrem Stand über die liberale Politik allgemein, und speziell über die nachhaltige liberale Umweltpolitik. Zusätzlich suchte sie Mitglieder für die neu gegründete, überparteiliche „Genossenschaft für Solarenergie Zollikon“.

Der nächste öffentliche FDP-Energieanlass findet statt am 3. April um 20 Uhr im grossen Saal vom Hotel Erlibacherhof in Erlenbach zum Thema „Privater Solarstrom von jedem Hausdach?“

 
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