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„Nullenergiehaus“ der Eawag als Herausforderung

Veranstaltung der Energie-Gruppe

5. September 2007

„Nullenergiehaus“ der Eawag als Herausforderung

Eine 25-köpfige Delegation der FDP des Bezirks Meilen liess sich durch das revolutionäre und zukunftsweisende Eawag-„Nullenergie“-Gebäude, genannt Forum Chriesbach, in Dübendorf führen. Die eindrückliche Architektur überraschte die Besucher, konnten sie doch dabei viele Neuheiten kennen lernen.

 Die Eawag ist unser national- und international tätiges Wasserforschungs-Institut, mit dem Auftrag, Konzepte und Technologien für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser und anderen wichtigen Ressourcen zu erforschen. Im Forum Chriesbach werden diese Postulate eindrücklich angewandt und kommen schon bei der Gebäudearchitektur zum Ausdruck. Der hellblaue Gebäudekubus hat eine minimale Fassadenabwicklung und eine hoch-isolierte Gebäudehülle. Schon von weither sieht man das Gebäude mit den vielen beweglichen Glaslamellen, die sich dem Sonnenstand anpassen und so die Temperatur im Gebäude regeln. Dank einem ausgeklügelten Lüftungssystem kann auf eine Heizung und aktive Kühlung beinahe verzichtet werden. In den kalten Jahreszeiten geben die Menschen, Lampen und Computer an 150 Arbeitsplätzen genug Wärme ab, um das Haus zu heizen; im Sommer kann das Haus mittels Oblichtern im Atrium während der Nacht durchlüftet und abgekühlt werden. Rund um den Dachrand liegt eine 77 kWp-Fotovoltaikanlage, die 30% des Hausbedarfes an Strom abdeckt. Zusätzlich ist das Flachdach extensiv begrünt und dient der Rückhaltung des Regenwassers. Mit diesem Regenwasser werden die brandneuen NoMix-Toiletten gespült, welche auch den Urin in einen separaten Tank ableiten, um das Abwasser von Schad- und Nährstoffen zu entlasten. Das Personalrestaurant „aQa“ kocht täglich ein attraktives Angebot an Biogerichten.
Vor dem Apéro erläuterten Hans-Peter Fricker, CEO WWF Schweiz, und Filippo Leutenegger, FDP-Nationalrat, die bedrohliche Lage der Klimaerwärmung und die Vor- und Nachteile der aktuellen Schweizer Energiepolitik. Gemäss Kyoto-Protokoll sind wir angespornt, von heute bis zum Jahr 2012 ganze 8% des CO2-Ausstosses einzusparen. Eine Knacknuss für viele. Die Eawag zeigt jedoch mit dem Forum Chriesbach auf, wie diese Aufgabe mustergültig gelöst werden kann. Die FDP und ihre Politik hat deshalb noch eine grosse Bewährungsprobe vor sich, der sie sich im Bezirk Meilen mit Freude stellt.

 
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