FDP Bezirk Meilen: Veranstaltung zu Photovoltaik 05.04.2007 An der Goldküste könnte viel mehr Solarstrom produziert werden! 6,3 m2 Solarpanels pro Person decken 10% des CH-Strombedarfes! Thomas Edison träumte vor 100 Jahren von der direkten Nutzung der unendlichen Sonnenenergie. Unter der Leitung von Alain Schreiner, junger FDP-Kantonsratskandidat, diskutierten 80 Leute in Erlenbach über Möglichkeiten zur stärkeren Verbreitung von Solarstromanlagen auf den Hausdächern im Bezirk Meilen.
Hier will niemand seinen Garten zur Endlagerung von radioaktiven Abfällen über Jahrtausende zur Verfügung stellen. Deshalb informiert die Bezirks-FDP seit bald einem Jahr aktiv zu konkreten Massnahmen zur Energieeinsparung, Energieeffizienz und zur Förderung der erneuerbaren Energien. Vor drei Wochen wurde die Einführung der kostendeckenden Einspeisevergütung für Solarstrom in Bern endlich bewilligt. In Zukunft sollten die Solar-Anlagenbauer nicht mehr aus Kostengründen benachteiligt werden. Dezentral erzeugter Solarstrom könnte in Zukunft locker 20 Prozent des Schweizer Strombedarfes abdecken. Das Hochspannungsverteilnetz würde entlastet und die Stromspitze über Mittag perfekt abgedeckt.
Zumikon ist Solarchampion Der wirblige, international tätige Unternehmer Thomas Nordmann, TNC Consulting AG, aus Erlenbach begeisterte die Zuhörer mit seinem fundierten Solarwissen. Der bekannte Physiker Albert Einstein erhielt im Jahr 1920 den Nobelpreis für die Erkenntnis der Photovoltaik, also dass Licht in Energie umgewandelt werden könnte. In den USA wurde 1953 die Solarzelle für die Raumfahrt erfunden. In den letzten 15 Jahren wuchs die Solarstromproduktion weltweit exponentiell. Seit 2000 hat die Schweiz aber mangels politischen Willens ihre Solarstrom-Vorreiterrolle abgegeben an Deutschland, Spanien und Japan. Solarstrom wird in Photovoltaik-Panels produziert, die beinahe überall eingebaut werden können - auf Dächer, Fassaden, Lärmschutzwände etc. Von der Schweizer Landfläche werden heute pro Einwohner 380 m2 als Siedlungsfläche genutzt. Davon entfallen 107 m2 für Strassen, 52 m2 für Gebäude und 10 m2 für Industrie und Gewerbe. Mit nur 6,3 m2 Solarpanels pro Kopf könnten bereits 10% des Schweiz. Stromverbrauchs mit Solarstrom erzeugt werden. Mit der Montage auf Dächern ist kein zusätzlicher m2 Kulturland nötig. Zumikon als Solarchampion an der Goldküste hat bereits 5,3 Watt pro Kopf installiert. Das EWZ der Stadt Zürich hat sogar 12 Watt und der CH-Durchschnitt liegt bei 3,5 W. Alle übrigen Goldküstengemeinden haben leider viel tiefere Werte. Tschernobyl als Handlungs-Anstoss Jürg Marti aus Stäfa ist dynamischer Projektleiter für Oekostrom des Elektrizitäts-werks der Stadt Zürich (EWZ). Der AKW-Unfall in Tschernobyl im Jahr 1989 löste bei EWZ eine Trendwende aus. Seither wurden als politischer Leistungsauftrag sehr erfolgreich viele Massnahmen zur Energieeffizienz, zum Energiesparen und zur Nutzung einheimischer erneuerbarer Energiequellen realisiert. Heute werden gratis Energieberatungen angeboten, öffentliche Gebäude weitgehend im Minergiestandard erstellt, Investitionsbeiträge an Private für Energiemassnahmen getätigt, bei der Tarifgestaltung keine Grundgebühren erhoben und reine Elektroheizungen sind in der Stadt Zürich schon lange verboten. Seit Herbst 2006 können die Kunden zudem wählen, wie ihr Strom produziert werden soll. Bereits im Grundangebot wird eine Stromproduktion aus 100% erneuerbaren Quellen garantiert. Oekostrom und Strom ohne garantierte Herkunft bereichern das Angebot. Zudem werden die Stromkunden zum sparsamen Umgang mit Energie angehalten. 28-jährige Solarpanels liefern immer noch 96% Leistung Mit Genugtuung durfte Eva Leutenegger als Präsidentin der zehnjährigen, sehr aktiven Solargenossenschaft in Küsnacht zurückblicken. Unter ihrer Federführung wurden viele Solarstromprojekte auf der KEK, auf dem Kusenbad und dieses Jahr auf dem Coop realisiert. ¾ des Solarstroms werden in Küsnacht von der Solargenossenschaft produziert und in enger Zusammenarbeit mit dem EW-Küsnacht den Kunden weiterverkauft. Auch die 28 Jahre alten Solarpanels liefern immer noch 96% der Leistung. Christian Roeske als Geschäftsleiter der SunTechnics in Küsnacht gab einen Überblick über die verschiedenen Solarmodule und die Wechselrichter und deren individuellen Einbau. Regen und Sonne kombiniert Heinz Eberle, Inhaber der Druckerei Fröhlich Info AG in Zollikon. Das Dachwasser wird in einem grossen Regenwassertank gespeichert zur späteren Nutzung und die 8-jährige, 15 kW-Solarstromanlage auf dem Flachdach liefert beinahe wartungsfrei tagtäglich viele kWh Strom. Weitere politische Anreize dringend erforderlich In der anschliessenden Diskussion wurden an die Politiker auf allen Ebenen folgende Wünsche zur Förderung des privaten Solarstroms gerichtet: Förderung von Energiesparen und Energieeffizienz durch Werbung und Anreize, rasche Einführung der kostendeckenden Vergütung, vereinfachtes Baubewilligungsverfahren für Solaranlagen, 100% Steuerabzug ab dem ersten Jahr ermöglichen, Investitionsbeihilfen von Gemeindewerken, etc. Als krönender Abschluss stellte Lorenz Tschudi multimedial das grösste Solarstromprojekt an der Goldküste vor, genannt „Sunny Hill“. Dieses könnte an idealer Lage südlich des Forchdenkmals auf dem Lärmschutzwall entlang der Forchautostrasse gebaut werden. Diese geplante Anlage für ca. 1,3 Millionen Franken würde 130 kW Peak Leistung erzeugen und könnte dank einer Rendite zwischen 3-6 % von verschiedensten Investoren errichtet werden wie Private, Firmen, Bezirksgemeinden und Banken. Gleich am Abend haben erste Investoren ihr Interesse an der Unterstützung schriftlich kundgetan.
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Genossenschaft Solarenergie Küsnacht Genossenschaft für Solarenergie Zollikon Interessenten für Projekt „Sunny Hill“ Forch:
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